Termine und Anmeldung

Was ist potenzialfokussiertes Brainspotting?

Einführung in ein neues Verfahren in der Traumatherapie

DatumFr 02.10.2026 bis Sa 03.10.2026
jeweils von 9:30 bis 17:00 Uhr
OrtTrauma Hilfe Zentrum München
Horemansstraße 8, 80636 München
Kosten

Frühbucherrabat (Anmeldung mehr als zwei Monate vor Seminarbeginn: 375 Euro
bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 405 Euro
Last-Minute-Anmeldung bis 4 Wochen vor Seminarbeginn, gleichzeitig Anmeldeschluß: 435 Euro

Inhalt

Das von David Grand 2003 zufällig entdeckte „konventionelle“ Brainspotting (BSP) als eine Weiterentwicklung von EMDR wurde jetzt nochmals weiterentwickelt und um den Aspekt der Potenzialentfaltung erweitert. Bereits Maslow hat sich in den 70-er Jahren mit seiner Bedürfnispyramide mit dem Aspekt der Selbstverwirklichung beschäftigt, Lichtenberg (1988) mit einem hierarchisch aufeinander aufbauenden Motivsystem, was durch Traumatisierungserfahrungen beschädigt werden kann und Wolf Büntig entwickelte und praktizierte als Gründer und Leiter der ZIST-Akademie die sog. „Potenzialorientierte Psychotherapie“ als Variante der Humanistischen Psychotherapie. Der Neurobiologe und Hirnforscher Gerald Hüther veröffentlichte 2011 einen „neurobiologischen Mutmacher“, demzufolge die meisten Menschen weit unter ihren Möglichkeiten leben und beschrieb, wie neue Erfahrungen und Entdeckungen, die mit Erstaunen und Begeisterung einhergehen, die Ausschüttung von Dopamin bewirken. In einem Vortrag sprach er davon, daß „Begeisterung Dünger für das Hirn“ sei, weil Dopamin bekanntlich für bessere Verknüpfungen der neuen Verschaltungen sorgt und auch eine wichtige Rolle bei der Motivationsentwicklung, Bewegung, Belohnung und auch dem Gefühl von Glück spielt.

Alle diese Erkenntnisse das sich das Team von Brainspotting-Germany zunutze gemacht, um über die Körperebene als vermutlich tiefster Ebene von „subjektiver Wahrheit“ sowohl Möglichkeiten der Potenzialentfaltung mittels erlebter Begeisterungs-Erfahrungen als auch unverarbeitete traumatische Lebenserfahrungen einer Veränderung zuzuführen. Dieses Vorgehen unterstützt als eines der am wenigsten kognitiv orientierten Verfahren mittels visueller Fokussierung die Selbstregulationsfähigkeiten unseres Stressverarbeitungs-systems: Das Gehirn als ein selbstreferentielles, selbstregulatives, nicht-lineares und komplexes System ist tatsächlich hierzu in der Lage – sofern man es läßt und als TherapeutIn in der Lage ist, die entsprechenden Bedingungen hierzu herzustellen. Dementsprechend handelt es sich weniger um eine Technik, sondern eine besondere Haltung. BSP unterscheidet sich damit wesentlich von allen manualisierten und an kognitiven Theorien ausgerichteten Therapieverfahren.

Soweit es die Zeit erlaubt werden Live-Demonstration unter geschützten Realbedingungen zu den jeweiligen Zugangsmöglichkeiten stattfinden, danach ein persönliches Debriefing und ein technisches. Die Teilnehmer können in Zweiergruppen das Gesehene und Gelernte unter Anleitung und Betreuung selbst erproben, die Wirkungsweise des potenzialfokussierten Brainspottings erleben und sich darüber austauschen.

Über einen sog. Brainspot wird diejenige relevante Blickorientierung gesucht und gefunden, die angesichts der Aktivierung begeisternder und / oder belastender Erfahrungen mit der stärksten Körper-Reaktion des Klienten einhergeht und dementsprechend auf die Aktivierung stress- bzw. traumaassoziierter Hirnprozesse schließen lässt. Im Sinne einer Aufmerksamkeitsverschiebung unterstützt die fokussierte Augenposition den Abruf begeisterungs- und belastungsrelevanter Gedächtnisinhalte und verhilft zu einer besseren Selbstregulation.

Zielgruppe
Psychotherapeuten mit Approbation, Ärzte und Heilpraktiker mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildung bzw. mit der staatlichen Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie, auch Ergo-, Kunst- und MusiktherapeutInnen sowie – nach Rücksprache – alle, die in anderen Feldern mit traumatisierten Menschen zu tun haben oder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind.

Referenten

Dipl.-Psych. Dr. phil. Sandra Hagen

Dr. phil. Sandra Hagen

approb. Psychotherapeutin (VT und TP), Pesso- und Brainspotting-Therapeutin, ZIST-Akademie, Penzberg

Dipl.-Psych. Gerhard Wolfrum

Gerhard Wolfrum

- Psychologischer Psychotherapeut
- Psychoanalytiker
- Fach-Psychotherapeut für Trauma-Psychotherapie
- Gruppenpsychotherapeut
- Lehr- und Kontrollanalytiker
- Analytischer Supervisor
- Klinischer Brainspotting Therapeut und Supervisor
- Brainspotting-Trainer

Veranstaltungsort

Trauma Hilfe Zentrum München
Horemansstraße 8
80636 München

Das Traumahilfezentrum befindet sich im Rückgebäude.Öffentliche Verkehrsmittel: U-Bahn Rotkreuzplatz

In Google Maps öffnen

Was ist potenzialfokussiertes Brainspotting?

02.10.2026 – 03.10.2026

Frühbucherrabat (Anmeldung mehr als zwei Monate vor Seminarbeginn: 375 Euro
bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 405 Euro
Last-Minute-Anmeldung bis 4 Wochen vor Seminarbeginn, gleichzeitig Anmeldeschluß: 435 Euro

Persönliche Anmeldedaten

-----------------------------------------------------------------

Qualifikationen

------------------------------------------------------------
Link zu den AGB
Link auf Datenschutzerklärung